Opfer & Geschädigte

Als Opfer gilt die Person, die durch die Straftat in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist.
Als geschädigte Person gilt die Person, die durch die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist. Da folglich ein Opfer immer auch Geschädigte/r ist, wird im Folgenden immer von Geschädigten gesprochen.
Damit eine Mediation Aussichten auf Erfolg hat, muss der oder die Geschädigte bereit sein, sich auf die Begegnung mit der beschuldigten Person einzulassen und sich mit dem Geschehenen auseinander zu setzen.

Im Strafverfahren geht es hauptsächlich darum, abzuklären, ob die beschuldigte Person tatsächlich eine Straftat begangen hat und wie er oder sie bestraft werden muss. Geschädigte spielen vor der Behörde die Rolle eines Zeugen. Im Rahmen einer Mediation nehmen Geschädigte am Verfahren hingegen aktiv teil und haben die Gelegenheit,

  • ihre Interessen und Vorstellungen über eine angemessene Wiedergutmachung des entstandenen Schadens selber einzubringen
  • Beschlüsse und Vereinbarungen für die Zukunft zu realisieren
  • schnell und unbürokratisch Schadenersatz geltend zu machen
  • ihre Angst, ihre Kränkung, ihre Wut und ihren Ärger im geschützten Rahmen zum Ausdruck zu bringen
  • die Geschehnisse in der persönlichen Aussprache mit der beschuldigten Partei besser zu verarbeiten

Das Mediationsverfahren ist kostenlos, mit Ausnahme der anfallenden Dolmetscherkosten, wenn diese von den Parteien benötigt werden.
Über die Kosten des Strafverfahrens wird bei Abschluss der Strafuntersuchung entschieden.

Merkblatt zum Thema Mediation