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Symbolbild, schwarzer Hintergrund mit zwei verschiedenen Rechtecken, pink und grün, welche mit zwei Pfeilen, einer nach rechts, einer nach links verbunden werden

Die Stelle für Mediation im Jugendstrafverfahren führt Mediationen im Auftrag der Jugendanwaltschaften und der Jugendgerichte durch. Die Mediatorinnen und Mediatoren sind von den anordnenden Behörden unabhängig und unparteilich.

Was ist Mediation im Jugendstrafverfahren?

Mediation in einem Strafverfahren ist eine Konfliktschlichtung und Wiedergutmachung zwischen der im strafrechtlichen Sinne beschuldigten und der im strafrechtlichen Sinne geschädigten Person, bzw. der Privatklägerschaft. Mediation bedeutet, dass die Beteiligten ihren Konflikt selber bearbeiten und zu lösen versuchen. Sie erhalten dabei fachliche Unterstützung durch neutrale Mediatorinnen und Mediatoren, welche einen fairen Ablauf des Gesprächs garantieren. Mediation ist der Versuch, die negativen Folgen einer Straftat zu verringern. Primär geht es darum, dass die Beteiligten einvernehmlich eine Form der Wiedergutmachung finden.

Eine Mediation kann in jugendstrafrechtlichen Verfahren gerade bei mehreren beteiligten Parteien angezeigt sein, sofern keine wichtigen Gründe dagegen sprechen, z.B. die Notwendigkeit von Schutzmassnahmen oder das Vorliegen eines sehr schweren Verbrechens. Sind die Voraussetzungen gegeben, können die Jugendanwaltschaften im Einverständnis mit dem Geschädigten, bzw. der Privatklägerschaft und der beschuldigten Person die Stelle für Mediation im Jugendstrafverfahren mit der Strafmediation beauftragen. Eine erfolgreiche Mediation führt zur Einstellung des Verfahrens.
Die jugendstrafrechtliche Mediation ist in der Jugendstrafprozessordnung (JStPO) geregelt (Artikel 17).