Mediationsvereinbarung

Symbolbild von zwei Menschen die sprechen

Führt die Mediation zu einer Einigung, wird diese in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten. Die Mediationsvereinbarung entspricht einem privatrechtlichen Vertrag und wird von den Parteien unterschrieben. Für die Vollziehung sind die Vertragsparteien zuständig.

Die Vereinbarung ist gewöhnlich wie folgt strukturiert:

Formelles

Zunächst werden die Parteien mit den eigenen Personaldaten einschliesslich der Wohnadresse aufgeführt. Ferner werden der Gegenstand des Verfahrens aufgrund der anzeigebetreffenden Delikte sowie die stattgefundenen Sitzungen und Verhandlungen angegeben.

Inhaltliches

Es werden alle Aspekte der getroffenen Vereinbarung beschrieben. Dazu gehören in der Regel Bestimmungen betreffend den materiellen und immateriellen Wiedergutmachungen.

Hier einige Beispiel für eine materielle Wiedergutmachung: Schadenersatz, Genugtuung, Schmerzensgeld, Schenkung, (gemeinnützige) Arbeitsleistung, Spende an Drittpersonen, Zurückerstattung von Gegenständen.

Die immaterielle Wiedergutmachung hat eher symbolischen Charakter: Reue zum Ausdruck bringen, Entschuldigung, Versprechen, Verantwortungsübernahme und Ähnliches.

Wenn das Verfahren Antragsdelikte zum Gegenstand hat, kann sich die geschädigte Person dazu verpflichten, den Strafantrag zurückzuziehen. Dies muss sie aber nicht unbedingt tun, d.h. eine Mediationsvereinbarung kann auch ohne diesen Aspekt zustande kommen.