Schulen

1. Informationspraxis „Jugendanwaltschaft – Schule“

Mit Datum vom 20. September 2010 erliess die Jugendstaatsanwaltschaft eine Weisung mit dem Titel „Information der Schulbehörden in bestimmten Jugend-strafverfahren“ an die Jugendanwaltschaften des Kantons Zürich. Diese Weisung sieht in denjenigen Fällen eine Information an die Schulbehörden vor, in denen ein Schüler oder eine Schülerin ein schwereres Delikt, z.B. gegen Leib und Leben, begeht, wobei vorab in jedem Einzelfall zu prüfen ist, ob eine Meldung sinnvoll, notwendig und verhältnismässig ist. Die vorgenannte Weisung wurde im Hinblick auf die Inkraftsetzung der Schweizerischen Jugendstrafprozessordnung und der Schweizerischen Strafprozessordnung auf den 1. Januar 2011 überarbeitet und den neuen gesetzlichen Bestimmungen angepasst. Für Einzelheiten vgl. die nachstehende Weisung.

2. Gewalt und Amok

Mitteilung und Empfehlung der Kantonspolizei des Kantons Zürich:

„Stichworte wie ‚Gewalt an Schulen’, AMOK usw. haben Fachleute dazu veranlasst, diverse Ereignisse wissenschaftlich zu untersuchen und auszuwerten. Dabei ist man zum Ergebnis gekommen, dass das Informationsmanagement von entscheidender Bedeutung ist. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Jugendinstitutionen, Schulen, Polizei und Jugendanwaltschaft ist von grosser Wichtigkeit hinsichtlich Früherkennung und Bedrohungsbewältigung. Sprechen Sie als Lehrperson, Schulleitung oder Schulsozialarbeit Schülerinnen und Schüler die sich auffällig verhalten, möglichst frühzeitig an. Kümmern Sie sich um das Problem und zögern Sie nicht, uns vom Jugenddienst als Unterstützung beizuziehen.

Lassen Sie keine Gewalt von Schülerinnen und Schülern gegenüber Lehrpersonen zu. Eine Gewaltandrohung beispielsweise dürfen Sie auf keinen Fall durchgehen lassen. Ein solches Verhalten muss Konsequenzen haben. Von Gesetzes wegen haben Sie nur schon schulintern genügend Möglichkeiten, dagegen Massnahmen zu ergreifen. Ist begründete Angst vorhanden, empfehlen wir Ihnen, die Polizei herbeizuziehen und eine Strafanzeige zu erstatten. Sind Waffen oder andere gefährliche Gegenstände im Spiel oder werden bei der Drohung zumindest solche Gegenstände genannt, sollte das Einschalten der Polizei zwingend sein.“

Links

Folgend finden sich Links zu Themen, wie beispielsweise Drogen oder Gewalt, welche im schulischen Kontext von Bedeutung sein können.